Etwas Afrika im Tutti Kiesi

Fai Aid und Kaltenbachstiftung hatten drei Tage Spielangebot zum Thema "Afrika" im Programm.

Badische Zeitung vom 10.08.2016 / Fotos & Bericht: Petra Wunderle


RHEINFELDEN. Für die Kinder war es ein besonderes Erlebnis: Im Rahmen des dreiwöchigen Spiele-Angebots der Kaltenbachstiftung im Kulturpark Tutti Kiesi, war drei Tage lang "Afrika" angesagt. Für die Mädchen und Jungen, Betreuer, Organisatoren und die Gäste aus dem fernen Kenia war es zudem ein gelungener Beitrag zur Völkerverständigung. Am vergangenen Freitag endete das internationale Thema, seit Montag geht es aber weiter mit dem Ferienspaß.

"Man fühlt sich ein bisschen wie in Afrika. Es ist toll, dass Esther und Aurelia hier sind, und dass Herr Mauch übersetzen muss ist nicht schlimm", freut sich die neunjährige Stella. Insgesamt beteiligen sich 30 Mädchen und Buben am Thema Afrika, insgesamt nehmen 130 Schulkinder am dreiwöchigen Spieleangebot teil. Die Afrika-Teilnehmer waren fasziniert vom Angebot, das neben den Betreuern auch von Diakon Jörg Mauch sowie Esther Sungu und Aurelia Kubondo aus Kenia, geleitet wurde. Eine ganze Reihe bunter Höhepunkte war angesagt. Besonders angetan waren die Mädchen vom Haare flechten, hingegen die Jungen waren beim Herstellen eines Fußballs in der Überzahl. "Einen Fußball selber aus wenigen Materialien herstellen, das ist ganz einfach. In Kenia machen das die Kinder selber", weiß Mauch, der Vorsitzende der Hilfsorganisation Fair Aid. Man nehme alte Socken und stopfe diese in Plastiktüten. Dann überzieht man die geformte Kugel mit einem zweiten, großen Socken und mit diesem Ball kann man dann tatsächlich Fußball spielen.

Ihrer Kreativität freien Lauf lassen konnten die Teilnehmer beim Trommeln bauen: Blumentöpfe nach Herzenslust bemalen, dann mit feuchtem Butterbrotpapier bespannen und verkleben – fertig ist die Trommel und der Klang ist optimal. Vorsichtig die Perlen einfädeln, das gibt dann Halsketten und Armbänder, wie sie die Kinder in Kenia tragen. Die Holz- und Plastikperlen haben die beiden Frauen aus Kenia mitgebracht. Esther Sungu ist hauptamtliche Leiterin der Hilfsorganisation Choice for Live, Aurelia Kubondo die ehrenamtliche Direktorin des Projekts. Beide waren an allen drei Tagen im Tutti Kiesi im Einsatz. Taschen nähen, einen afrikanischen Tanz einstudieren und einfach nur zuhören, wenn Jörg Mauch, Aurelia Kubondo und Esther Sungu von den Menschen, den Kindern, in Kenia erzählen – die Ferienprogrämmler haben sehr viel über das Land auf dem schwarzen Kontinent erfahren. "Die Mädchen und Jungen machten begeistert mit, sie gingen ganz toll auf unsere Gäste zu, es herrschte eine offene, schöne Atmosphäre", beschreibt Jörg Mauch den dreitägigen Workshop innerhalb des Ferienangebotes. Und er betont: "Die Kombination mit der Kaltenbachstiftung ist richtig gut gelungen und sehr unkompliziert".

Kommentar schreiben

Kommentare: 0