Hannes Haendel in Kenia



Seit dem 23. August ist Hannes Händel aus Nollingen Teil des Choice for Life - Teams. Seine Aufgabe wird ein Traineeprogramm für Jugendliche aus dem Projekt. Computerlehrgang, schreinern und viels mehr...

In diesem BLOG schreibt er über seine Arbeit und seine Erlebnisse. Natürlich freut er sich auch über eine nachricht aus Deutschland...


Haben Sie Fragen an mich? Moechten Sie mich Unterstuetzen? Dann nehmen Sie Kontakt mit mir auf, ich freue mich auf Ihre Nachricht...

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Kurz vor Schluss

Halli Hallo

Wir waren mal wieder fleißig hier in Kenia. Am Samstag war ich wie geplant noch mal in Kisa zu Besuch. Dort habe ich mich zunächst mit Laban Mama Josephin und Esther getroffen, um über die Zukunft des Center in Kisa zu sprechen. Anschließend bin ich mit Laban noch mal zu Salome, um denn Fortschritt am Haus zu sehen. Denn die erste Lehmschicht wurde an den Wänden angebracht.

Aber auch in Shimanyiro waren wir am schaffen. Das Haus von July und Dixon ist letztes Jahr eingestürzt. Aber sie hatten nicht genug Geld, um ein neues zu bauen. Also haben sie mit den Materialien vom alten Haus ein neues gebaut. Das ging auch ganz gut. Abgesehen vom Dach. Das war ziemlich undicht. Aber seit Dienstag haben sie nun ein neues Dach und können wieder im trockenen wohnen.

Und am Samstag geht es gleich weiter. Nancy ist ein Witwe in Kakamega. CfL bezahlt die Schulgebühren für ihren Sohn Mark. Aber ansonsten ist sie fast zu hundert Prozent von ihrer Mutter abhängig. Nancy ist halbseitig gelähmt und kann daher viele Arbeiten nicht selber machen. Auch das kleine Gemüsebeet neben ihrem Haus kann sie nicht alleine bewirtschaften. Aber sie könnte Gemüse verkaufen. Am Samstag werden Lucas ( Socialworker Kakamega ), Silas ( Waise Kakamega ) und ich ihr einen Stand bauen. Mit einem kleinen Startkapital kann sie dann ein paar Tomaten und Zwiebeln kaufen und sie mit Gewinn weiter verkaufen. Somit hat sie ein kleines Einkommen und wird etwas selbstständiger.

Am Freitag haben wir noch mal ein Team Meeting in Kakamega. Dort werde ich mich wohl schon von den meisten verabschieden müssen, denn am Mittwoch nächste Woche reise ich hier in Shimanyiro schon ab. Zunächst fahre ich bis nach Naivasha und verbringe den Donnerstag am Lake Naivasha. Am Freitag ist es dann soweit und ich flieg von Nairobi über Dubai nach Hause.

Bis bald.

Hannes

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Das Haus ist fast fertig

Hallo

wie fang ich denn jetzt an zu erzählen? Zu nächst mal das Wichtigste: Salomes Haus ist fast fertig. Es fehlt nur noch der Lehm, der in drei Schichten aufgetragen wird und jede Schicht muss ca. eine Woche trocknen. Das heißt sobald die erste Schicht aufgetragen ist, was diese Woche geschehen sollte, dauert es noch drei bis vier Wochen bis Salome einziehen kann.

Allerdings lief nicht alles wie geplant. Am Montag war Baubeginn. Als ich mit Laban bei Salome ankam war auch schon alles im Gange. Der Baum war gefällt und der Stamm wurde zurecht geschnitten. Unser Fundi ( Fundi = Handwerker der Lehmhütten baut ) hatte auch schon begonnen das neue Haus mit Holzpflöcken abzustecken. Allerdings mitten in Salomes Maisfeld. Da war ich dann schon leicht verwundert, weil drumherum jede Menge Wiese ist. Und jetzt soll das Haus ausgerechnet ins frisch gepflanzte Maisfeld?! Laban war schon am diskutieren mit zwei Leuten, die mir als Tochter und Sohn von Salome vorgestellt wurden. Da die Diskussion auf Luyah geführt wurde verstand ich erst mal nur Bahnhof. Laben erklärte mir, dass Salomes Sohn beschlossen hatte, dass im Maisfeld der beste Ort für das neue Haus ist und wenn es wo anders gebaut wird, wird er es kaputt machen. Also blieb uns anscheinend nichts anderes übrig, als auf den Sohn zu hören, der schon seit Jahren seine Mutter nicht mehr besucht hat und 22 Jahre im Gefängnis war, weil er seine Tochter umgebracht hat. Nach dem er uns diesen Schwachsinn aufgezwungen hat, ist er verschwunden und hat sich nicht mehr blicken lassen um uns zu helfen.

Allerdings hatten wir auch hilfreichere Gesellschaft. Ein Freund von Laban wohnt ganz in der Nähe von Salome und kennt die Leute in der Umgebung sehr gut. Er hat uns geholfen alle Baumaterialien günstig zu besorgen und Leute anzustellen, um uns zu helfen. Und auch Raphael war wieder mit dabei und hat kräftig mit angepackt.

Das nächste Problem entstand, als der Holzfäller mit seiner Arbeit fertig war. Es war vereinbart, dass sich Salomes Kinder um das Holz kümmern. Also viel es auch in ihre Zuständigkeit, den Holzfäller zu bezahlen. Zunächst hieß es, Salomes Tochter könne 1500 von den 3500 Shiling aufbringen. Später beim Abendessen erzählte mir Laban, dass der Holzfäller komplett ohne Bezahlung gehen musste. Da das natürlich nicht okay ist, mussten wir ihn schlussendlich bezahlen. Trotz allen Komplikationen leistete der Fundi gute Arbeit und mir wurde versichert, am nächsten Tag sollte das Haus fertig sein. Ab gesehen vom Lehm.

Am Dienstag bin ich also frohen Mutes zusammen mit Raphael und Okoko, beides CfL- Waisen zu Salome gelaufen. Als wir ankamen war der Fundi schon da und hatte sogar noch einen Kollegen mit gebracht. Als ich den beiden näher kam schwang mir eine ordentliche Alkoholfahne entgegen. Mein erster Gedanke war, die beiden haben am Vorabend zusammen ein getrunken und jetzt ist halt noch ein bisschen Restalkohol vorhanden. Aber Okoko hat mich dann aufgeklärt, dass sie erst am Morgen angefangen haben zu trinken und ihre Pulle auch dabei haben. Daher sind sie statt nüchterner immer betrunkener geworden. Zwischen durch kam noch jemand vorbei, der uns am Vortag geholfen hatte und meinte ich müsse ihm noch 100 Shiling zahlen. Als ich das ablehnte und ihm sagte er wurde gestern schon bezahlt, hat er sich hingesetzt und sich erst mal einen dicken Joint gebaut und geraucht. Unser Fundi hat natürlich auch mal dran gezogen. Die Arbeit ging also im Schneckentempo voran und als sich am Nachmittag der Regen am dunklen Himmel ankündigte Machten wir uns auf den Heimweg. Allerdings kamen wir nicht weit bis es anfing zu regnen. Labans Freund war aber für uns da und wir konnten bei einer Tasse Tee in seinem Haus warten bis der Regen nach lies. Da wir nun verspätet los kamen wurde es unterwegs schon dunkel und kurz bevor wir ankamen mussten wir noch einen Fluss überqueren. Normalerweise ist das kein Problem, da es eine Brücke gibt. Durch den Regen war der Strom aber stark angeschwollen und von der Brücke war nichts mehr zu sehen. Da blieb uns nur noch übrig, die Schuhe aus zuziehen und die Brücke unter dem Wasser mit den Füßen zu ertasten. Glücklicher Weise sind wir aber nur bis zu den Knien nass geworden und wir sind sicher zu Hause angekommen. Laban war ziemlich sauer auf den Fundi, als er von uns hörte in welchem Zustand er zu Arbeit kam. Am nächsten Morgen ist er gleich ganz früh zu ihm, um dafür zu sorgen, dass er nüchtern zur Arbeit erscheint. Das hat auch funktioniert, und er hat am Mittwoch das Dach fertig gestellt. Raphael Okoko und ich waren aber noch bis Freitag damit beschäftigt, Äste an die Wände zu nageln. Die kann man auf den Bildern sehen. Am Freitag haben wir, wieder mit Hilfe von Labans Freund Holz und Handwerker organisiert, um Türen am Haus anzubringen.

Nach all den Strapazen war am Freitag das Haus dann endlich fertig und wir konnten am Samstag noch eine schöne Aktivity mit den Waisen und Witwen aus Kisa genießen. Nach der Aktivity bin ich dann wieder zurück nach Shimanyiro. Ich werde noch einmal nach Kisa fahren, um das Haus zu sehen, wenn der Lehm angebracht ist. Bis Salome einziehen kann bin ich schon wieder zurück in Deutschland. Denn es sind nicht mehr ganz drei Wochen, bis ich Heim flieg. Ich freu mich schon auf euch!


Liebe Grüße

Hannes

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Salomes Haus

Hallo

am Dienstag bin ich also nach Kisa gereist, um das Dach von Salome zu reparieren. Mit diesem Vorhaben sind Laban ( Koordinator Kisa ), Raphael ( CfL-Waise) und ich, am Mittwochmorgen zu Salome gelaufen. Etwa eine Stunde Fußmarsch. Erst mal wollten wir uns das Dach etwas genauer ansehen, um zu wissen wie man es am besten reparieren kann. Es wurde aber schnell klar, dass es wenig Sinn macht dieses Dach zu reparieren. Das Wellblech hat einige Löcher, da beim Bau des Hauses 1963 ein Fehler gemacht wurde, wodurch der Dachstuhl abgerissen werden musste und noch mal konstruiert wurde. Das führte dann dazu, dass das Wellblech zwei mal fest genagelt wurde und die Löcher, die beim ersten Mal entstanden, konnten beim zweiten Mal nicht wiederverwendet werden. Und da das ganze schon 1963 passiert ist, sind mittlerweile auch einige Löcher durch Rost entstanden. Und auch das Haus selber ist nicht mehr im besten zustand. Eine Ecke stürzt schon fast ein. Salome wohnt alleine in dem Haus, was für kenianische Verhältnisse relativ groß ist. Was bedeutet, es bietet etwa so viel Platz wie ein durchschnittliches deutsches Wohnzimmer. Aber sie sagt ein kleineres Haus würde ihr reichen. Also haben wir kurzer Hand umgeplant und Salome wird ein neues Haus bekommen. Bezahlt wird es von dem Geld, welches ich vor meine Abreise für die Schreinerkurse und meinen Aufenthalt hier in Kenia gesammelt habe. Danke meiner großzügigen Sponsoren kam mehr Geld zusammen, als ich benötige. Also können wir nun mit dem was übrig ist das neue Haus für Salome bezahlen.

Salomes Sohn unterstützt das Vorhaben in dem er uns einen seiner Bäume zur Verfügung stellt, die er auf dem Grundstück gepflanzt hat. So haben wir Bauholz umsonst und es fallen auch keine weiteren Kosten für den Transport an.

Laban hat auch schon einen „Fundi“ kontaktiert, der uns ein Angebot für ein kleines Haus gemacht hat. Ohne die kosten für das Holz wird es ca. 20.000 kenianische Shiling kosten. Das sind ca. 200 Euro. Wenn alles gut läuft, wird das Haus am Dienstag nächste Woche stehen, dann muss Salome aber noch ca. 3 Wochen warten bis der Lehm getrocknet ist.

Damit sie aber wenigsten im trockenen schlafen kann, haben wir heute eine Plastikplane auf dem Teil vom Dach befestigt, unter dem das Bett steht. Das sollte das Meiste vom Regen abhalten auf ihr Bett zu regnen.

Morgen Nachmittag mache ich mich schon wieder auf den Weg nach Shimanyiro, da wir dort eine Aktivity mit den Waisen haben. Am Sonntag geht’s dann schon wieder nach Kisa, wo ich den Bau des Hauses verfolgen will und wo ich kann auch mit anpacken werde.


Liebe Grüße

Hannes

Raphael (links) und Salomes Urenkel (Rechts) beim befestigen der Plane.
Raphael (links) und Salomes Urenkel (Rechts) beim befestigen der Plane.
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Viel im Gange

Hallo zusammen

die Arbeit hier in Kenia ist voll im Gange. Die Businessideen aus dem Meeting mit den unbeschäftigten Jugendlichen werden nun durch gecheckt, um zu sehen welche Idee die besten Chancen auf Erfolg hat. Dazu betreiben einzelne CfL-Teammitglieder Nachforschungen und schreiben ein Proposel. Ich bin schon sehr gespannt auf die Ergebnisse!

Ich habe in Shimanyiro wieder angefangen Schreinerkurse zugeben. Allerdings nur noch bis nächste Woche Freitag. Denn Samstag ist dann eine Aktivity mit den Waisenkindern aus Kakamega und am Montag gehe ich für zwei Wochen nach Kisa. Aber diesmal habe ich nicht vor Schreinerkurse zu geben, sondern ein Dach zu reparieren. Mit Jörg und Friedemann hatte ich im September letztes Jahr eine Witwe in Kisa besucht, die ein total durchlöchertes Dach hatte. Wenn es regnet muss sie immer unter dem Bett schlafen, um nicht nass zu werden. Ich hoffe das wir das ändern können.

Und wenn ich nach zwei Wochen Kisa wieder zurück nach Shimanziro komme, sind es nur noch drei Wochen bis ich Heim komme. Nach dem ich bemerkt habe, dass die Schreinerkurse nicht den erwünschten Zweck erfüllen, habe ich mich dazu entschlossen etwas früher Heim zu kommen. Ab dem 23.05. werde ich also wieder zu Hause sein.


Bis bald.

Hannes

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Meetings

Hallo

heute will ich nun von den zwei Meetings in Kakamega und Kisa berichten.

Zuerst berichte ich von Kakamega. Es kamen mehr Leute als ich erwartet hatte. Insgesamt waren 14 von den 16 unbeschäftigten Jugendlichen anwesend. Zu beginn des Meetings habe ich jedem einen Fragebogen ausgeteilt mit den folgenden fünf Fragen:


  1. When did you leave school, and why?

  2. Where are you staying at the moment? And with whom?

  3. What are the challenges are you facing?

  4. How do you handle these challenges at the moment?

  5. What are your skills/ which field do you have any experience?

Diese Informationen sind teil einer Situationsanalyse, die uns dabei helfen soll, unser Projekt zu planen. Nach dem wir also wussten mit welchen Problemen die Jugendlichen zu kämpfen haben, wollten wir mit ihnen besprechen, wie wir ihnen bei der Lösung dieser Probleme helfen können. Dazu haben wir drei weitere Fragen gestellt:

  1. What do you want for your future?

  2. What do you need to achieve your vision?

  3. What can we do as a group to arrive at the vision?

Es wurde deutlich, dass alle ihren Bildungsweg noch etwas weiter gehen wollen, um auf dem Arbeitsmarkt bessere Chancen zu haben. Aber das Problem ist, in Kenia kostet Bildung Geld. Die Idee war also zusammen ein Business auf zubauen, um Geld für Schul- und Studiengebühren zu verdienen. Es kamen auch gleich einige Ideen für ein Business zusammen. Ich zähle hier mal die drei beliebtesten Idee auf:

  1. Farming Project

  • Also entweder Gemüse anbauen, oder Tiere züchten.

  1. Catering

  2. Carpentry

Am Dienstag treffe ich mich dann wieder mit den anderen drei Mitgliedern der Arbeitsgruppe, die für die Projektplanung zuständig ist, um die Ergebnisse auszuwerten, und die nächsten Schritte zu planen.

So nun zum Meeting in Kisa. Mama Josephin hat uns über die momentane Situation des Kindergartens in Kisa aufgeklärt. Es gibt das Problem, dass die Eltern der Kinder die Gebühren für den Kindergarten nicht bezahlen. Im großen und ganzen geht sie davon aus, des der Kindergarten bald schließen muss. Da kam natürlich gleich die Frage auf, was dann mit den Räumlichkeiten geschieht. Unsere Ideen waren entweder sie zu vermieten, um ein Einkommen für CfL zu schaffen, oder ein Trainingcenter einzurichten, in dem junge Leute Schneidern, Schreinern und andere Dinge lernen können. Aber wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass es am Team aus Kisa liegt Ideen zu entwickeln. Denn sie kennen die Gegend und ihre Leute am besten, um einzuschätzen und zu prüfen welche Idee erfolgreich sein wird. Bis zum nächsten Team Meeting werden sie also ein paar Ideen ausarbeiten und sie dem Team vorstellen.

Bis bald.

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Plan Änderung

Hallo

jetzt bin ich gerade mal ein ein halb Wochen hier und es kommt mir schon vor als waere es ein ganzer Monat. Es ist also eine ganze Menge passiert.

Nach dem ich mitbekommen habe, dass es in Kisa niemanden gibt, der entweder die Schule nicht fertig gemacht hat, oder nach dem Abschluss keinen Studien-, Ausbildungs- oder Arbeitsplatz gefunden hat, machte ich mir zweierlei Gedanken. Erstens sind das ja ziemlich gute Nachrichten! Es zeigt die Arbeit von Choice for Life (CfL) hat Erfolg. Zweitens heißt es aber auch, dass ich gar kein Klientel in Kisa habe. Dies Erkentniss brachte mich dazu, die gesamte Idee der Schreinerkurse noch mal zu überdenken. Denn in Kakamega wurde mir jetzt auch nicht gerade die Bude eingerannt und von Shimanyiro wusste ich, es gibt einen jungen Mann, der nach seinem Abschluss noch nicht weiß wo hin. So hatte ich also starke Zweifel, ob es wirklich sinnvoll ist die Kurse weiter zu führen. Mit diesen Zweifeln bin ich also nach meinem kurzen Aufenthalt in Kisa zurück nach Shimanyiro gereist. Zu meinem Glück war am selben Tag auch Esther (Projektmanagerin) in Shimanyiro. Mit ihr konnte ich dann gleich über meine Bedenken reden. Dieses Gespraech hat sehr gut getan, denn sie hat meine Bedenken ernst genommen und gleich angekuendigt, in allen drei CfL- Standorten Nachforschungen anzustellen, um herauszufinden, wie viele unbeschäftigte Jungs und Mädchen es wo gibt. Außerdem haben wir ein Meeting mit zwei anderen Teammitgliedern für Samstag (21.03.15) einberufen.

Dieses Meeting hat dann auch stattgefunden. Zu besprechen waren erstens meine weitere Arbeit in Kenia und zweitens die Bewerbungsunterlagen von „Brot fuer die Welt“ und dem „BMZ“. Zu meiner weiteren Arbeit, habe ich gesagt, dass wenn ich die Kurse weiter mache, dann nur wenn es vorher ein Treffen mit allen momentan unbeschäftigten Jungs und Mädchen von CfL gibt, in dem wir klären können, was sie sich denn für ihre Zukunft wünschen. So wollte ich herausfinden, ob es überhaupt genügend Interesse gibt, damit es sich lohnt die Kurse anzubieten.

Diese Idee von einem solchen Treffen, ist dann in den zweiten Punkt mit eingeflossen. Denn wir wollen ein Projekt planen, das genau diese Gruppe von unbeschäftigten Jugendlichen und jungen Erwachsenen dabei unterstützt sich ein Perspektive für ihre Zukunft zu erarbeiten. Dieses Treffen wurde auch gleich einberufen und wird morgen (25.03.15) in Kakamega statt finden. Als Treffpunkt haben wir Kakamega ausgesucht, weil es hier 15 unbeschäftigte Jugendliche gibt, in Kisa ja eben niemanden und der eine aus Shimanyiro kommt dann mit mir.

Das Ziel dieses Treffens wird also sein von den Jugendlichen zu erfahren, wie sie ihre Zukunft gerne gestalten wollen und in welcher Art wir sie dabei unterstützen können. Daraus entstehen dann hoffentlich Ideen für ein Projekt, das die ihre Probleme lindern und im besten Fall komplett lösen kann.

Wir sind also alle sehr gespannt auf dieses Treffen und ich werde bald davon berichten. Aber erst mal geht es dann am Donnerstag wieder nach Kisa für ein Meeting. Bevor ich fuer meinen Heimaturlaub nach Deutschland geflogen bin, haben wir eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich damit beschäftigen soll, wie CfL von dem Kindergarten in Kisa mehr profitieren kann.

Also werde ich bald schon wieder viel zu berichten haben.

Bis dahin.

Euer Hannes

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Zurueck in Kenia

Hallo

jetzt bin ich also wieder in Kenia. Die drei Wochen zu Hause waren wunder schön! Am Samstag ging es aber dennoch zurück auf den Äquator. Hier ist die trocken Zeit immer noch nicht vorbei, was um diese Jahreszeit eigentlich der Fall sein sollte. Und das sieht man. Alles ist Knochen trocken und staubig.

Am Sonntag wurde ich wieder sehr herzlich in Shimanyiro empfangen und es war schön alle wieder zu sehen. Das Wiedersehen war jedoch nur kurz, denn am Dienstag ging es gleich weiter nach Kisa. Mit allen Werkzeugen hat mich Joan dort hin gefahren. Aber heute habe ich erfahren, dass momentan gar niemand Zeit hat für meinen Schreinerkurs, denn in Kisa sind alle Chioce for Life Kinder in der Schule und die, die fertig sind haben es entweder auf die Universität geschafft, oder anderswo Bildungsmöglichkeiten gefunden. Das sind eigentlich gute Nachrichten, aber für mich heißt das, es gibt hier momentan nichts zu tun. Jetzt werde ich also erst mal zurück nach Shimanyiro gehen, wo ich Kursteilnehmer haben werde. Dort kann ich dann vier Wochen unterrichten, bis die Schulen schließen. Dann komme ich wieder nach Kisa und kann in den dreiwöchigen Schulferien auch hier unterrichten. Wie es danach weiter geht werden wir dann planen.


Bis bald.

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Letzte Woche in Kenia

Hallo

lange ist es her, dass ich hier geschrieben habe. All zu viel ist auch nicht passiert, da meine Schüler leider nicht mehr zu den Schreinerkursen kommen. Ich glaube teilweise liegt das an dem unstrukturierten Unterricht, andererseits daran, dass sie hier und da auch mal Geld verdienen müssen und immer mal wieder kleinere Jobs annehmen. Die Zeit in der ich dann alleine war, habe ich dazu genutzt mich für Kisa vorzubereiten, wo ich ab dem 17.03.15 mit den Kursen weiter machen werde. Dafür habe ich einen Ordner angelegt, mit einigen Unterrichtsunterlagen und einen Ablaufplan für den Kurs, in dem beschrieben ist was, wann und wie Unterrichtet wird. Dies soll es auch ermöglichen, dass die Kurse auch ohne mich weiter gehen. Ich lade mal den Ablaufplan und das Inhaltsverzeichnis des Ordners hoch, damit ihr sehen könnt wie das ganze aussieht. Außerdem Ordner, habe ich auch zu jeder Übung, die von den Schülern absolviert werden soll ein Beispiel erstellt, damit sie sehen, was ich von ihnen will.

Neulich konnte ich auch dabei sein, als in Shimanyiro das Geld von Fair-Aid e.V. eingeteilt wurde. Wie ich schon berichtet hatte war es nicht genug, um alle Kosten zu decken. Wir haben dann abgewägt, wo man ein wenig in Zahlungsrückstand geraten kann. Da Choice for Life hier einen guten Namen hat, haben alle Schulen vorerst akzeptiert, dass wir nicht die kompletten Schulgebühren bezahlen können. Das heißt alle unsere Kinder können trotz zu wenig Geld zur Schule gehen und werden nicht Heim geschickt. Es gibt von der Regierung ein Programm zur Unterstützung für die Schulgebühren. Dafür wurden alle Kinder angemeldet und wir hoffen, dass ein paar angenommen werden und ein Teil ihrer Gebühren von der Regierung übernommen wird. Es ist wichtig, dass wir so schnell wie möglich die Rückstände ausgleichen können, denn wir wissen nicht wie lange die Schulen es akzeptieren, bevor sie anfangen unsere Kinder weg zu schicken. Wie genau es in Kisa und Kakamega aussieht weiß ich nicht, aber es wird in etwa die gleichen Probleme geben.


Liebe Grüße Hannes

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Ablaufplan
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Polytechnic und der ganz normale Wahnsinn

Hallo

gestern hatte ich die Möglichkeit mit Joseph, Gadis Bruder, die Polytechnic in Shimanyiro zu besichtigen. Das ist quasi eine Gewerbeschule. Und wie ich am Sonntag erfahren habe, unterrichtet Joseph dort die Künste des Schreinerhandwerks. Es war wirklich sehr interessant, mal eine öffentliche Einrichtung zu sehen, die das macht, was ich auch machen will. Und ich merkte, ich bin auf einem guten Weg. Die Inhalte sind sehr aehnlich, nur ist die Polytechnic wesentlich besser ausgestattet. An der Polytechnic wird aber nicht nur Schreinen unterrichtet, sonder auch Schneidern, Maurern, Computern, KFZ-lern, Erlektronikern und Baukonstruieren. Insgesamt also sieben verschiedene Berufe.

Ich konnte mir dort zwei Bücher aus der Bibliothek aus leihen, mit deren Hilfe und den gewonnenen Erfahrungen ich nun weiter an meinen eigenen Kursen arbeite.


Heute ereigneten sich ein paar Geschehnisse, die den kenianischen Lifestyle sehr schön beschreiben. Das ganze spielte sich am Eingangstor zum Nakumat Parkplatz ab. Ich versuche das ganze mal zu beschreiben.

Dazu erst einmal eine Beschreibung des Ortes des Geschehens. Steht man vor dem Eingangstor sieht man an jeder Seite einen Betonpfosten und zwischen drin hängt an zwei Eisenketten ein Schild auf dem steht: „ Maximum height 3 MTS ( 10 feet )“. Für was diese Höhenbegrenzung gut ist weiß ich nicht, denn der gesamte Parkplatz befindet sich unter freiem Himmel. Die linke Seite des Tors steht offen, damit Autos auf und runter vom Parkplatz fahren können. Wer das tun will muss aber erst eine Schranke passieren. Meine Theorie zu dieser Schranke ist: Sie ist eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Denn der Sicherheitsmann der sie bedient, hat nichts anderes zu tun als sie zu öffnen und zu schließen. Keine Parkgebühren keine Sicherheitskontrolle. Nur das Ritual des Öffnens uns Schließens. Die rechte Seite des Tors ist geschlossen. lediglich für Fußgänger gibt es eine Öffnung. Hier darf man auch ohne Schranke passieren.

Als ich heute also zum Nakumat ging, um eine paar Sachen zu besorgen, die den Alltag versüßen, wie zum Beispiel eine 5 kg Packung Zucker, war gerade ein Traktor mit Anhänger dabei den Parkplatz zu verlassen. Dabei streifte der Anhänger den Betonpfosten und hinterließ dort deutliche Spuren. Das beeindruckte aber kaum jemanden und so ging auch ich meines Weges und machte meine Einkäufe.

Als ich damit fertig war rief ich Douglas an. Er ist einer der zwei Motorradfahrer, die mich fuer gewöhnlich in Kakamega abholen und nach Shimanyiro bringen. Um auf ihn zu warten stellte ich mich an das Eingangstor. Während ich das Geschehen dort beobachtete, Schranke auf Schranke zu, kamen mir ernsthafte Zweifel auf, an der generellen Existenz dieses Tores.

Irgendwann stand ein Auto, dass von einer alten Dame gefahren wurde, vor der rechten Seite des Tores. Diese ist eigentlich nur für Fußgänger bestimmt. Da der Sicherheitsmann ansonsten gerade nichts zu tun hatte fing er an einige Absperrungen, die hinter dem Fußgängertor standen in Bewegung zu setzen. Diese ließen sich jedoch auf die Schnelle nicht komplett beseitigen, daher ließ sich auch das Tor nicht ganz öffnen. Die alte Dame musste also beim Hineinfahren etwas nach links ausweichen. Dort war nun die Schranke im weg. Also waltete der Sicherheitsmann seines Amtes und öffnete die Schranke. Somit konnte dann auch die alte Dame ihren Weg auf den Parkplatz finden.

Kurze Zeit später kam der Traktor mit Anhänger zurück. Diesmal hatte er auf seinem Anhänger ein großes metallenes Objekt. Welche Aufgabe es auf dem Nakumat Parkplatz erfüllen sollte konnte ich nicht erkennen. Aber zusammen mit dem Anhänger war es höher als „3 MTS ( 10 feet )“. Beim Durchfahren des Tors nahm also das metallene Objekt Kontakt mit dem Höhenlimitschild auf. Die beiden streiften aneinander entlang und bevor sie sich wieder trennten verhakten sie sich ineinander. Der Sicherheitsmann konnte gerade noch auf Seite springen, dann krachte das metallene Objekt mitten in die Einfahrt. Der Fahrer des Traktors guckte etwas ungläubig und stieg von seinem Traktor. Innerhalb der nächsten Minute versammelte sich eine kleine Gruppe von Leuten um das metallene Objekt und fragten sich wahrscheinlich, wie sie es zurück auf den Anhänger bekommen. Zu gerne hätte ich beobachtet wie ihre Lösungsvorschläge aussehen, um die Einfahrt wieder frei zubekommen. Jedoch war Douglas mittlerweile da. Also stieg ich auf das Motorrad und dachte: „ Hakuna Matata“.


Liebe Grüße

Hannes


P.S: In der Polytechnic habe ich auch Bilder gemacht. Das Hochladen klappt aber gerade nicht. Ich werde sie so bald wie möglich nach liefern.


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Urlaub zu Hause

Hallo

es gibt mal wieder Probleme mit meinem Visum. Nach sechs Monaten kann man das Visum nicht noch einmal verlängern und muss ausreisen, um ein neues zu bekommen. Zunächst dachte ich, ich kann einfach nach Uganda für ein paar Tage und wenn ich zurück komme ein neues Visum mitbringen. Geht aber nicht. Ich muss Ost-Afrika verlassen. Das heißt ich komme für drei Wochen Heim. Vom 21.2. bis 14.03 schnuppere ich also Heimatluft, bevor ich noch einmal für drei oder vier Monate nach Kenia gehe. Da mein Visum wieder nach drei Monaten ablauft, rechne ich damit, dass ich im Juni Heim komme. Halte mir aber noch offen spontan zu entscheiden,ob ich es verlänger und bis Juli bleibe. Jeh nach dem wie es mit meinen Kursen läuft.

Naja jetzt freue ich mich erst mal auf meinen Urlaub zu Hause.


Liebe Grüße

Hannes

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Taufe

Hallo

heute war die Taufe von Sasha und Jay. Am Morgen ging es also erst mal in die Kirche und am Nachmittag kamen Gäste, um zusammen zu essen und zu singen. Läuft also alles ähnlich wie bei uns in Deutschland ab. Nur wird hier sehr viel mehr gesungen, und anstatt Bier und Wein gibt es Soda zu trinken.

Heute habe ich erfahren, dass mein Nachbar Schreinerlehrer ist. Und am Donnerstag kann ich ihn mal bei der Arbeit besuchen, um zu sehen, wie hier in Kenia professioneller Schreinerunterricht abläuft. Ich werde dann berichten, was ich alles gelernt habe.


Bis bald.

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Am Dienstag war Team Meeting

Hallo

gestern war unser Team Meeting. Wie gewünscht haben wir besprochen wie es in Zukunft mit den Schreinerkursen weiter geht. Zunächst bleibe ich noch bis Ende Februar in Kakamega. Diese Zeit werde ich nutzen, um den Kurs mehr zu strukturieren und auch Theorieeinheiten zu planen. Außerdem sollen die jetzigen Teilnehmer bevor ich gehe fit genug sein, um auch ohne mich weiter machen zu können. Denn ich bleib ja nicht für immer hier.

Im März werde ich dann in Kisa unterrichten und im April in Shimanyiro. Danach wird man sehen, wie es gelaufen ist und wie es weiter geht.


Es gab aber auch weniger erfreuliches zu besprechen. Denn der Fair-Aid e.V. konnte leider nicht genügend Spenden sammeln, um das Budget für das erste Quartal zu decken. Für das notwendigste wir das Geld reichen, aber es muss auch auf einiges verzichtet werden. Beeindruckend war, dass das Team sich nicht einfach damit abgefunden hat, sonder beschloss selbst tätig zu werden. Mit verschiedenen Aktionen werden wir versuchen hier in Kenia Spenden zu sammeln. Zum Beispiel wird es in Kakamega einen Aufruf geben, um Kleidung zu spenden. Die wird dann weiter verkauft und der Gewinn geht an Choice for Life.

Es war deutlich zu spüren, dass es alle im Team ernst meinen mit ihrem Engagement für CfL. Alle sind motiviert das Projekt nicht nur weiter zu führen, sondern wachsen zu lassen. Diese Motivation macht wirklich Freude.


Also dann bis bald. Liebe Grüße vom Hannes.

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Wieder da.

So ich bin wieder da. Ich hatte eine wunder schöne Zeit mit meiner Familie und meiner Freundin. Sie haben alle Leute und Orte kennen gelernt mit denen ich hier zu tun habe. Der Hoehepunkt war das gemeinsame Weihnachtsfest in Shimanyiro. Danach sind wir quer durch Kenia gereist und haben einiges von diesem beeindruckend schönen Land gesehen. Die letzten Tage haben mir am Strand ausklingen lassen. Vorgestern ging es dann wieder zurück nach Nairobi, von wo aus sich unsere Wege wieder trennten. Der Abschied war sehr schmerzlich, aber ich habe in diesen drei Wochen auch viel Kraft schöpfen können, die ich nun in meine Arbeit hier investieren will.


Morgen geht es in Kakamega gleich weiter mit dem Schreinerkurs und ich will mit meinen Schuelern und mit dem CfL Team in nächster Zeit besprechen wie es mit den Kursen weiter gehen soll. Also wann ich auch in den anderen Standorten mal unterrichten werde, und wer dir Kusre weiter machen kann, wenn ich wieder nach Hause gehe.


Bis bald. Hannes

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Bis bald

Hallo

heute geht's nach Nairobi, wo ich meine fünf Besucher empfange. Wir werden zusammen Kenia und Choice for Life erkunden. Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.


Liebe Grüße Hannes.

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Etwas mehr los.

Hallo

am Montag bin ich mal wieder nach Kakamega gereist, um auf jemanden zu warten der nicht kam. Aber am Dienstag kam dann Silas. Also ein neuer Silas. Nicht der den ihr schon auf ein paar Bilder gesehen habt. Er kam dann auch die ganze Woche und hat fleißig an seinen Schreinerkünsten gefeilt. Und am Donnerstag kam dann noch Bruce. Damit war meine kleine Klasse dann für zwei Tage voll.

Ab Donnerstag bin ich dann mit meiner Familie für den Rest des Jahres unterwegs. So lange wird auch der Kurs pausieren. Etwas schade, da ich gerade jetzt wieder zwei neue Schüler habe. Aber die beiden haben ihren Schulabschluss schon in der Tasche. Daher werden sie auch im Januar, wenn das neue Schuljahr beginnt, Zeit haben. Dann können wir hoffentlich unsere Arbeit wieder aufnehmen.

Am Samstag waren wir mal wieder in Shimayiro zu Besuch. Es wirklich schön mal wieder alle zu sehen und ein bisschen Zeit zu Hause zu verbringen. Am Nachmittag fragt mich Joy, ob ich ihren Bruder und seine Frau, die gerade ein Kind bekommen hat, vom Krankenhaus abholen und sie nach Hause bringen kann. Das habe ich dann auch getan und als Dank ein Huhn dafür bekommen. Das lauft jetzt hier in Shimanyiro durch die Gegend und wird wahrscheinlich an Weihnachten im Kochtopf landen.

Heute bin ich dann wieder nach Shimanyiro zurueck und werde jetzt hier bleiben, bis ich am Donnerstag nach Nairobi reise, um meine Liebsten am Flughafen abzuholen.


Liebe Grüße Hannes.

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Nicht viel los.

Juhu


diese Woche gibt es nicht all zu viel zu berichten. Leider gab es Anfang der Woche Schwierigkeiten neues Holz zu bekommen, was wir benötigten, um den Hocker fertig zustellen. Und Silas war nur Montag und Dienstag da. Den Rest der Woche war er auf einem Kirchenseminar. Jetzt ist der Hocker leider immer noch nicht fertig. Von Mittwoch bis Freitag dachte ich dann, ich könnte mit jemand anderem einen neuen Kurs anfangen. Aber leider habe ich diese Tage damit verbracht auf Leute zu warten die nicht kommen. Einer Seits kann ich verstehen, dass sie in ihren Ferien, die sie gerade haben, ihre Freizeit genießen wollen. Aber anderer seit war es schon sehr ärgerlich, dass sie mir nicht gesagt haben, dass sie nicht kommen. Daher verlief diese Woche relativ ereignislos.

Ich denke aber nächste Woche schaffen wir es den Hocker fertig zustellen. Wie genau es dann weiter geht bespreche ich dann mit Lucas (socialworker Kakamega). Mal sehen wie er die Lage sieht, ob wir vor Weihnachten noch jemanden motiviert bekommen, für den Kurs.


Eines gibt’s noch zu berichten. Ziemlich nahe an Shimanyiro gab es letzte Woche in der Nacht zwei Überfälle. Bei einem gab es einen schwer Verletzten. Aus Sicherheitsgründen bin ich deswegen seit letztem Mittwoch bei der Joan in Mumias. Dort bleibe ich voraussichtlich noch bis ich am 18.12. nach Nairobi reise, um meine Familie am Flughafen abzuholen. Mit ihnen bin ich dann drei Wochen unterwegs. Danach hoffe ich, ist die Sicherheitslage in Shimanyiro wieder okay.


Bis bald.

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Meine Woche

Hallo


diese Woche waren wir mal wieder fleißig am Schreinern. Montag bis Donnerstag hat Silas jeden Tag an seinem Hocker gebaut. Noch ist er nicht ganz fertig, aber bald sollten wir eine Sitzmöglichkeit mehr in unserem Büro haben.


Am Freitag bin ich dann nach Kisumu, um mein Visum zu verlängern. Ich war schon mal dort, um mich zu erkundigen was ich dafür alles brauche. Da hieß es ich brauche nur Zwei Passbilder und 2000 Schilling. Damit bin ich dann am Freitag dort wieder aufgetaucht. Doch leider erwischte ich dieses Mal einen Nicht so netten Herren, der plötzlich ein Ticket von mir wollte, das belegt, dass ich Ost Afrika wieder verlasse. Aber es ist wahrscheinlich, dass er das einfach nur erfunden hat, um bei mir abzukassieren. Morgen begleitet mich Joan noch mal nach Kisumu und wenn die mir dann keine Verlängerung geben macht sie „a lot of nois“.


Nach der Pleite in Kisumu am Freitag bin ich am Abend mit Joan noch was trinken gegange und meinen Geburtstag etwas feiern. Wir waren im Bel Cibo wo es jedes Wochenende live Rumbamusik gibt. Ist jetzt musikalisch nicht so der Burner, aber irgendwie auch lustig. Die Band hat mir dann auch noch ein Happy Birthday gespielt und wie das hier üblich ist wurde mir als Geburtstagskind ein Drink an geschüttet.


Heute also am Sonntag war ich mit Sharon und Vivien im Kakamega Rainforest. Das war für die beiden echt ein Erlebnis. Auch danach noch in die Stadt zu gehen war sehr Aufregend für die beiden. Vor allem weil zu Hause eine Menge Arbeit auf die gewartet hat, da Mama Wilhelmina Gäste hatte.


So das war meine Woche. Hier steigt so langsam auch die Weihnachtsstimmung. Im Supermarkt ist überall Weihnachtsdeko, mit Nikolaus, Weihnachtbäumen, Lichterkette, eigentlich genau so wie in Deutschland nur ein paar Grad wärmer. Und bei mir steigt schon ganz arg die Vorfreude auf den Besuch meiner Familie, die mich ab dem 18. Dezember für drei Wochen besuchen kommt.


Liebe Grüße aus Kenia.

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Schreinern

Hallo

wir sind schon die ganze Woche fleißig am schreinern, aber leider habe ich nur noch Silas als Schüler. Er ist jedoch voll dabei und gibt jeden Tag sein bestes. Für nächste Woche hat sich noch ein neuer Schüler angekündigt, dann ist meine „Klasse“ wieder voll.

Silas hat heute angefangen ein kleine Holzkiste, wie ich sie schon einmal gepostet habe, zu machen. Ich denke davon wird er nun ein paar produzieren und dann schauen wir mal, ob wir sie verkaufen können.


Auf wieder gesehen.

Silas bei der Arbeit.
Silas bei der Arbeit.
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Sammy

Hallo zusammen

heute war ich mit Davis in Kisumu, um dort zu erfahren, ob und wie ich mein Visum verlängern kann, das am 24. November abläuft. Die Antwort war ja. Wenn ich zwei Fotos und 2000 Schillingi mitbringe kann ich es noch mal um drei Monate verlängern, aber dann muss ich Kenia verlassen, um bei der Wiedereinreise ein neues Visum zu beantragen. Auch nicht schlecht, dann mach ich mal einen Trip nach Uganda oder Tansania.


Es gab heute aber auch schlechte Nachrichten. Sammy ist heute Morgen gestorben. Er leidete an Krebs und hinterlässt zwei Kinder und seine Frau. Im August besuchten Jörg Friedemann und ich sein Hoteli (Imbiss), das er mit Hilfe von Chioce for Life aufgemacht hat. Das berichtete Jörg auch in seinem Reisebericht. Vor ein paar Wochen besuchte ich ihn, zusammen mit Lucas ein weiteres Mal, aber dieses Mal bei ihm zu Hause, wo er für uns kochte. Eigentlich wollte ich immer mal zu Mittagessen in seinem Hoteli vorbeikommen. Schade dass ich das nie geschafft habe.


Heute also traurige Grüße aus Kenia.

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Kistchen

Hallo

gestern und heute wollte ich eigentlich weiter machen mit dem Schreinerkurs, aber Austin und Silas sind leider nicht aufgetaucht. Wahrscheinlich sind sie irgendwo am arbeiten. Morgen geh ich nach Kisumu, um mein Visum zu verlängern und Lucas ( Socialworker Kakamega ) will sich so lange darum Kümmern, dass am Donnerstag entweder Austin und Silas wieder da sind, oder zwei andere Jungs die ich unterrichten kann.

Ich habe die zwei Tage genutzt, um etwas auszuprobieren. Und zwar habe ich ein kleines Holzkistchen gebaut, für Schmuck oder ähnliches. Davon könnten wir einige produzieren und sie verkaufen.

Liebe Grüße aus Kenia.

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Der erste Kurs

Gestern und heute fand der erste Schreinerkurs in Kakamega statt. Silas und Austin haben zwei Holzhammer gebaut, die wir ab jetzt nutzen können. Morgen geht es gleich weiter mit Säge- und Hobelübungen.


Jetzt gerade sitze ich in Kakamega im Golf Hotel und genieße kostenlos die schnelle Internetverbindung. Es ist echt angenehm nicht immer Minuten lang warten zu müssen bis eine Seite geladen hat.


Heute übernachte ich noch mal bei Aurelia, aber morgen oder übermorgen gehe ich zurück nach Shimanyiro.


Liebe Grüße aus Kenia.

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Morgen gehts los

Hallo zusammen

am Donnerstag ist Joy mit den beiden Babys Heim gekommen. Aber die schlafen eigentlich die ganze Zeit. Ich hoffe das sie bald ein bisschen aktiver werden, damit man auch mal was von ihnen mitbekommt.


Heute hat meine Lehmhütte einen neuen Fußbodenbelag bekommen. Der besteht aus einer Mischung von Kuhdung, Erde und Wasser. Das ganze wird dann auf dem Boden verschmiert, wie ihr auf einem der Bilder sehen könnt. Dazu musste alles raus und da es noch nicht getrocknet ist schlafe ich heute wo anders.

Den neuen Belag gab es, weil Mama Wilhelmina sich sorgen gemacht hat, dass ich mir den Jigger in meinem Haus eingefangen hatte. Falls das so war, kann das jetzt nicht mehr passieren.


Morgen (Montag) werde ich nach Kakamega gehen, um mit dem Schreinerkurs anzufangen. Für die Zeit kann ich bei Aurelia in Kakamega wohnen, dann muss ich nicht jeden Tag hin und her fahren.


Auf wiedersehen und bis bald.

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Neuigkeiten

Es gibt zwei Neuigkeiten:

Erstens haben wir gestern beim Meeting einen Termin für den ersten Schreinerkurs gefunden. Am Montag den 27.10. in Kakamega im neuen Choice for Life Büro geht es los.


Zweitens gibt es neues von Joy. Der Jung ist jetzt auch raus aus dem Brutkasten und voraussichtlich kommen morgen alle drei nach Hause.

Heute nur kurz. Bis bald.

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Zeichenplatte, Babys und Jigger

Es ist mal wieder einiges passiert hier. Erstens habe ich endlich eine Zeichenplatte. Joans Mann hatte die super Idee sie einfach bei einem Schreiner zurecht sägen zu lassen und jetzt habe ich zwei Zeichenplatten. Am Dienstag ist in Kakamega mal wieder ein Teammeeting. Dort werde ich dann berichten, dass ich mit einem Schreinerkurs anfangen kann. Wo und wann er stattfinden wird und wer genau daran teilnimmt werden wir dann zusammen besprechen.

Es gibt auch Neuigkeiten von Joy. Am Mittwoch Abend kam ein Anruf, dass die Babys kommen. Joan und ich sind dann von Mumias nach Kakamega ins Krankenhaus gefahren. So konnten wir den Jungen und das Mädchen kurz sehen, bevor sie in den Brutkasten kamen. Das Mädchen ist mittlerweile wieder draußen, aber der Junge hat Probleme mit der Atmung und muss deshalb noch im Brutkasten bleiben.

Als Joan und ich dann nachts wieder zurück nach Mumias gefahren sind lag plötzlich ein Mann mitten auf der Straße. Wir konnten zum Glück ausweichen, aber anhalten um ihm zu helfen war zu gefährlich. Es könnte eine Falle sein, oder wenn er ermordet wurde könnten die Mörder noch in der Nähe sein, oder irgendwas anderes. Es ist generell gefährlich nachts auf der Straße anzuhalten. Wir sind aber in Mumias zur Polizei, um es zu berichten. Dort wurden wir von einem Polizisten mit einem Gewehr in der Hand begrüßt der betrunken wirkte. Aber immerhin sagte er uns, er wird eine Patrouilliere dort hin schicken. Ich hoffe mal er hat das auch gemacht.

Seit Donnerstag bin ich wieder in Shimanyiro. Am Freitag habe ich an meinem kleinen Zeh einen komischen Hubbel bemerkt. Ich dachte erst es wäre ein entzündeter Sprießen. Aber als ich es gestern der Joan gezeigt habe, stellte sie gleich fest, dass es ein Jigger ist. Den hab ich dann mit einer Nadel rausgepuhlt.

Jigger sind winzig kleine Tierchen die dort wo es trocken und staubig ist in der Erde leben. Von dort aus gelangen sie dann an Füße, in denen sie sich ein nisten. Soweit ich weiß sind sie nicht gefährlich können aber einen starken Juckreiz auslösen.


Liebe Grüße aus Kenia.

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Crying Stone

Hallo

Mama Wilhelminas Sohn Bonnie war von Mittwoch bis Samstag in Shimayiro. Er wohnt eigentlich in Nakuru und arbeitet bei dei kenianischen Kriminalpolizei. Am Freitag haben er und Freddy ( Mama Wilhelminas Neffe ) mir den Crying Stone gezeigt. Das war ein schöner Ausflug, denn die beiden sind für jeden Quatsch zu haben. Auch unsere Tourenführerin war echt super. Wir haben sie in der Nähe des Crying Stone getroffen und durften unser Motorrad bei ihr parken. Danach zeigte sie uns alle interessanten Stellen.


Als ich am Samstag Morgen aufgewacht bin war ich überrascht, dass ich Joy nicht finden konnte. Sie wurde in der Nacht ins Krankenhaus gebracht, weil sie starke Schmerzen hatte. Es geht ihr und den beiden Babys in ihrem Bauch aber gut. Wahrscheinlich kann sie in ein paar Tagen wieder nach Hause, bis es dann wirklich so weit ist.

Als wir sie heute besuchten, hatte ich auch mal die Gelegenheit ein kenianisches Krankenhaus zu sehen. Joy wird komplett von der Familie versorgt, weil das Essen dort ziemlich schlecht sein soll. Und heute Morgen musste sie dursten, bis ihre Mutter ihr Wasser vorbei gebracht hat. Da wird einem erst mal bewusst wie glücklich man sich schätzen kann, wenn man in Deutschland lebt.


Joan hat mich eingeladen kommende Woche bei ihr zu verbringen. Sie wohnt in Mumias. Das ist mit dem Auto ungefähr eine halbe Stunde von Kakamega entfernt. Hier gibts sogar eine richtige Dusche mit Duschbrausee. Ist auch mal wieder angenehm. Außerdem kann ich hier in Mumias auch noch mal nach einer Zeichenplatte suchen. Die fehlt mir noch für einen Schreinerkurs und in Kakamega gib es nur eine zum überteuerten Preis.

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Besuch in Kakamega

Hallo liebe Leser

heute war ich in Kakamega, um mit dem Socialworker Lucas vier Familien besucht. Und zwar Nancy mit ihrem Sohn Marc, Abednego der einen kleinen Kiosk betreibt, Evelyn die aus nicht bekannten Gründen erblindet ist und Samy der ein Hotelli betreibt ( nicht zu verwechseln mit einem Hotel. Ein Hotelli ist etwas wie ein Imbiss). Alle vier Familien besuchten wir auch schon als Jörg und Friedemann da waren, darüber hat Jörg im Reisebericht berichtet.

Allerdings kamen mir die Besuche heute etwas weniger förmlich und unangespannter vor. Das lag wahrscheinlich daran, dass wir heute nur zu zweit oder drit waren. Bei Zwei besuchen hat uns Aureliea noch begleitet. Es hat richtig Spaß gemacht mit den Leuten ein wenig zu plaudern und sie kennen zu lernen. Bei Nancy trafen wir heute auch ihre Mutter an, die ihrer halbseitig gelähmten Tochter gelegentlich hilft und eine echte Frohnatur ist. Auch Nancy war gut drauf und meinte zu Abschied, wenn ich das nächste Mal komme klättert sie auf den Guavenbaum, um mir ein paar Guaven zu pflücken. Und bei Sammy der uns bei sich zu Hause zum Mittagessen eingeladen hat, saßen wir noch lange und haben uns über alles mögliche unterhalten. Auch Lucas konnte ich heute etwas näher kennen lernt. Schon nach kurzer Zeit kennen ihn die meisten, die von Choice for Life unterstützt werden und er pflegt einen herzlichen Umgang mit ihnen.

Zum Schluss war ich natürlich darauf gespant das neue Büro in Kakamega zu sehen. Noch sind einige Sachen der Vormieter darin und es steht auch noch der Name der Vormieter darauf, aber bald wird Choice for Life draufstehen und auch drin sein.

Auf dem Heimweg hatte ich dann noch Glück, denn ich war mit dem Fahrrad unterwegs und bin zwischen zwei häftigen Regenschauern Heim gekommen.

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Ugaly kochen

Heute Morgen habe ich einen schmiesen Retterling gesehen und am Abend hat mir Master Ugaly ( Sharon ) gezeigt wie man Ugaly kocht.

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Der Hammer ist fertig

Nach einem weiteren Kraftakt ist der Hammer endlich fertig. Zwei ganze Tage hab ich gebraucht. Nie wieder baue ich was aus Eukalyptus, das Zeug ist einfach viel zu hart!! Allerdings liegt hier noch einiges davon rum. Aber heute habe ich raus gefunden, dass es im Dorf jemanden gibt der eine Tischkreissäge besitzt und für Geld auch auch Sachen zurecht sägt. Das macht die Sache schon viel leichter.


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Hammer bauen

Hallo

heute hab ich angefangen den Hammer zu bauen und mit dem ziemlich harten Eukalyptusholz Bekanntschaft gemacht. Das komplett ohne Maschienen zu bearbeiten ist echt anstrengend. Ich bin heut ziemlich platt und hab noch nicht mal den Griff fertig. Also gehts morgen weiter.

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Neues vom Hannes

Juhu

am Dienstag letzte Woche habe ich Selinah eine Einführung am Laptop gegeben. Das hat ganz gut geklappt und sie freut sich schon darauf ihn in Betrieb zu nehmen. Was aber leider immer noch nicht möglich ist, da das Antivirusprogramm nach wie vor fehlt. Ich hoffe, dass wir das bald mal erledigt haben!!

Diese Woche habe ich angefangen einige Sachen zu besorgen, die ich für einen Schreinerkurs brauche. Dazu gehören Zeichenutensilien, ein Schraubstock, eine Säge, Holzleim und Holz natürlich. Andere Werkzeuge wie Hobel, Winkel und Stemmeisen habe ich aus Deutschland mitgebracht. Morgen werde ich dann einen Holzhammer bauen. Aber erstmal nur ganz alleine, um auszuprobieren ob auch alles klappt. Wenn der Hammer dann gut geworden ist, wäre das ein Werkstück, das wir im ersten Kurs anfertigen könnten.

Um die Werkzeuge zu besorgen bin ich mit Idah nach Kakamega gefahren. Dort haben wir einige Läden abgeklappert, um Preise zu vergleichen. Und das hat sich gelohnt. Im ersten Laden haben sie doppelt soviel verlangt, wie im Supermarkt. Idah ist echt ein super Kollege, der mir immer zeigt wo ich alles was ich brauche besorgen kann und mich überall rum führt, wodurch ich jetzt schon viel von Kakamega und der Umgebung gesehen habe. Auf dem Rückweg durfte ich das Motorrad fahre, mit Idah und dem eigentlichen Fahrer hinten drauf. Die beiden hatten dann noch meinen Rucksack, eine Säge, eine große Einkaufstasche und eine ca. 1.60 m lange Schraubzwinge in den Händen. Und damit waren wir eher durchschnittlich beladen. Was die hier alles auf ihren Motorrädern transportieren ist echt der Hammer!

Ich freu mich übrigens immer sehr über Nachrichten und Kommentare, um etwas aus der Heimat zu hören. Also schreibt mir doch mal was ihr so treibt. Und ich beantworte natürlich auch gerne Fragen.

Atta.

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Mein Wochenende

Halli Hallo

wie schon gesagt hatten wir am Samstag ein Teammeeting in Kakamega. Leider konnte ich die Laptops noch nicht übergeben, weil noch ein gescheites Antivirenprogramm fehlt. Aber das wird bald instaliert sein und dann kanns los gehen. Die beiden Socialworker in Kakamega und in Shimanyiro kennen sich mit Computern bestens aus und Selinah in Kisa werde ich am Dienstag noch einweisen.

 

Nach dem Meeting hat mich Joan ( Tochter von Mama Wilhelmina ) mit zu einem Fußballspiel der Kenyen Premier League mitgenommen. Das Spiel war in Mumias und ich durft das Auto fahren auf dem Weg dort hin. Und hier Auto fahren ist echt ein Erlebnis. Verkhersregeln interessieren hier in der Regel niemanden. Wenn man an einer großen Kreutzung abbiegen will muss man einfach einen günstigen Moment abwarten und dann hoffen das der andere bremst.

Am Sonntag durfte ich hier in Shimanyiro auch mal Motorraf fahren. Das ein Msungu Motorrad fährt fanden im Dorf alle ziemlich lustig und kaum habe ich angehalten saßen schon zwei Leute hinten drauf die sagten: "Carry me!" und dann musst ich sie eine Runde durch die Gegend fahren.

 

Das war echt ein super Wochenende und ich habe das Gefühl mich schon recht gut eingelebt zu haben. Das fremde Land wirkt mir immer vertrauter.

Bis bald.


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Hier wohne ich

Seit Samstag bin ich wieder in Shimanyiero, wo ich bei Mama Wilhelmina wohne. Ich hab eine eigene Lehmhütte mit zwei Zimmern bekommen. Wie hier alles aussieht könnt ihr auf den Bildern sehen. Friedemann und Jörg sind jetzt weg und ich bin jetzt der einzige Musungu (das Wort für weisse Europäer) in Shimanyiero.

Mit mir wohnen hier noch mehrere Leute:

- Mama Wilhelmina: Ihr Ehemann Gadi wohnt und arbeitet in Nairobi und ist nur hier wenn er Ferien hat.

- Joy ist die Ehefrau von Wilhelminas Sohn Danken. Sie ist schwanger und wird im November Zwillinge bekommen. Danken ist Soldat bei der Army und deswegen selten hier. Er bereitet sich gerade auf seinen zweiten Somalia einsatz vor.

- Sharon und Vivien sind Waisenkinder die Mama Wilhelmina bei sich aufgenommen hat. Sie sind tagsüber in der Schule und abends packen sie kräftig mit im Haushalt an. Mit ihrem Tagespensum wären deutsche Teenager gnadenlos überfordert.

- Seba ist auch ein Weisenjunge der hier wohnt. Er ist für die Tiere und die Landwirtschaft zuständig. Und wenn jemand hier noch mehr Kraftpacket ist also Sharon und Vivien, dann ist es er.

- Ausserdem gibt es hier Kühe, Schweine, Hüner, Gänse und Hasen. Es gab auch mal Enten, aber als ich gestern gefragt habe wo die denn sind, weil ich sie schon länger nicht merh gesehen habe wurde mir gesagt, dass ich die gestern zum Abendessen hatte :) die waren echt lecker!


Idah der Socialworker in Shimanyiero gibt mir seit Montag Kiswaheli Unterricht. Jetzt heißt es üben üben üben damit ich bald auch alle hier verstehen kann.


Am Samstag haben wir ein Teammeeting in Kakamege, an dem alle Chice for Life Mitarbeiter teilnehmen. Dann werde ich die Laptops übergeben die wir mitgebracht haben und einen Termin ausmachen für ein Computerseminar. Denn einige Mitarbeiter haben keiner Erfahrung mit Computern.


Hier noch zwei Lustige Erlebnisse die ich hier schon hatte:


  • Als Jörg, Friedemann und ich neulich ein Bier trinken wollten habe ich nach einem Flaschenöffner gesucht. Als ich keinen fand, fragte ich Sharon ob sie mir einen geben kann. Sie nickte nur und ging ins Wohnzimmer, wo die drei Bierflaschen auf dem Tisch standen. Dann nahm sie eine Flasche nach der anderen und machte sie einfach am Couchtisch auf. Dann haben wir erst mal einen auf Sharon getrunken.


  • Die andere Geschiochte passierte als ich mich ins Bett gelegt habe. Gerade hatte ich das Licht ausgemacht, da fühlte ich einen komischen Gegenstand an meinen Füßen. Also machte ich das Licht wieder wann und was seh ich da? Ein Ei. Seit dem schau ich immer das meine Türe zu ist, damir die Hüner ihre Eier wo anders legen.


So viel mal für heute. Bis bald.

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Angekommen

 Hallo alle zusammen.

Joerg, Friedemann und ich hatten seit unserer Ankunft hier viel Programm. Wir haben einige Witwen und Weisen die von Choice for Life unterstuetzt werden zu Hause besucht und hatten Meetings mit dem Team. Das waren sehr eindruekliche Erfahrungen und wir konnten sehen wie wichtig die Arbeit von CFL ist. Joerg und Friedemann werden euch von den vielen Eindruecken sicher noch genauer berichten wenn sie wieder zu Hause sind.

Wir haben jetzt das ofizielle CFL Programm beendet und werden morgen aufbrechen, um Kenia etwas zu bereisen. Wenn ich wieder zuruek bin in Shimanyiro werde ich mal noch genauer berichten wie es sich in meiner Lehmhuette wohnt.

Liebe Gruesse aus Kenia.

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